Montag, 06.Februar 2012
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Übung fighting city mit FF Leegebruch
Geschrieben von Kay Kretschmann   

Vielen Dank an alle Beteiligten der Übung vom 06.05.!!

Claudia aus Leegebruch konnte bereits am Montag das Krankenhaus verlassen und wird sich hoffentlich schnell von ihrem Sturz erholen.

Am 06.05.06 haben wir im Rahmen unseres Übungsdienstes eine gemeinsame Übung mit der FF – Leegebruch durchgeführt; angeregt durch unseren ehemaligen Kameraden Hartmut Schauer, jetzt Zugführer in Leegebruch.

Zum gegenseitigen Kennenlernen der Mitglieder und der taktischen Vorgehensweisen beider Wehren, stand eine gemeinsame Einsatzübung auf dem Programm. Da eine möglichst realistische Brandbekämpfung das Übungsszenario darstellen sollte, fand die Übung in ...

... der Übungsstadt Ruhleben (Fighting City) statt.

Das Einsatzszenario bestand aus einem Kellerbrand mit vollständiger Verrauchung des dreigeschossigen Wohnhauses, suchen eines Vermissten im Haus, Rettung zweier Bewohner mit Schiebleiter vom Dach sowie Einsatz des Sprungretters zur Rettung eines weiteren Bewohners vom Dach des Nachbarhauses.

Die Wasserversorgung war vom Unterflurhydranten über lange Wegstrecke; ca. 200 m entfernt.

Nachdem eindringlich auf die möglichen Gefahren in und um die Gebäude von Fighting City hingewiesen und den Leegebrucher Kameraden kurz unsere dreiteilige Schiebleiter vorgestellt wurde, begann die Einsatzübung.

Im Keller des Brandhauses wurde mit Strohballen und Paletten ein Feuer entzündet, das erste Stockwerk wurde zusätzlich mit zwei nacheinander gezündeten Rauchbomben verqualmt. An dieser Stelle sei Rainer ein riesen Lob und vielen Dank für seine hervorragenden Entzündungs- und Verqualmungstechniken ausgesprochen.

An der Realität ausgerichtet, trafen die Löschfahrzeuge in zeitlichen Abständen, in dieser Reihenfolge ein:

TLF Leegebruch
LHF 3110 / 1
LF Leegebruch
LHF 3110 / 2

Nachdem sich der A – Trupp des TLF Leegebruch ausgerüstet hatte, ging er mit einem C – Rohr zur Menschenrettung vor.

Leider stürzte Claudia (A – Truppmann) beim Vorgehen im Treppenhaus des Brandobjektes vom zweiten in den ersten Stock ab.

Die vom A – Trupp über 2 m auf dem Leegebrucher Kanal 51 abgesetzten Mayday Rufe wurden nicht sofort realisiert. Es wurde aber trotzdem sehr schnell; anfangs unbewusst; eine Kameradenrettung eingeleitet, da sich zwei Trupps von Staaken auf die Suche nach den vermissten Personen im Haus machten.

Die Rettung erfolgte dann auf einer Schaufeltrage des TLF Leegebruch.

Unverzüglich wurde ein RTW alarmiert und zwei im Rettungsdienst tätigen Leegebrucher Kameraden versorgten sofort die Verletzte. Noch vor Eintreffen des RTW von Spandau Süd wurde die Alarmierung auf Schock erhöht. Schlussendlich wurde Claudia mit Christoph 31 b ins Virchowklinikum geflogen.

Da das Feuer im Keller, durch den Rettungseinsatz länger als normal, seine Intensität entfalten konnte, hat sich in dem gesamten Brandhaus eine erhebliche Hitzelast ergeben. Die Opfer – Kameraden berichteten über eine kaum vorstellbare Hitzebelastung auf dem Dach des Hauses (drei Stockwerke über dem Brandherd!!). Unser Rettungstrupp sprach von unvorstellbar heißen Alutragegriffen der Schaufeltrage.

Das Feuer wurde dann von einem weiteren Staakener Trupp gelöscht und die Opfer - Kameraden mit Gürtelanschlussstücken bzw. Schiebleitern vom Dach des Hauses geholt.

Fazit:
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Die Notwendigkeit eines stets einsatzbereiten Sicherungstrupps wurde sehr deutlich
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Wir können nicht genügend Respekt vor der Hitze- und Qualmentwicklung eines Feuers haben
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Eine schulmäßige Vorgehensweise, wie der in einer der letzten Übungen von David vorgestellte Krabben- oder Seitenkriechgang, vermindert bei Sichtbehinderungen die Absturzgefahr immens
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Claudia hat wahnsinniges Glück gehabt

Seht zu, dass ihr alle stets wohlauf und gesund von unseren Einsätzen und Übungen nach Hause kommt !!!

Bilder von der Übung

FF - Leegebruch

 
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