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Am Freitagabend kurz vor Beginn unseres Übungsdienstes klingelten mal wieder unsere Pieper. Tier in Notlage hieß das Alarmstichwort. Das kam uns schon sehr merkwürdig vor, da Tier in Notlage normalerweise ein sog. EINSATZ-Stichwort ist, also ohne Sonderrechte. Auf dem Weg zur Einsatzstelle bekamnen wir die Information, dass es sich um ein eingebrochenes Pferd in einem Pferdetransportanhänger handeln sollte.
Als wir an der Einsatzstelle eintrafen, sahen wir schon sehr viele, aufgeregte Menschen umher rennen. Wir resultierten daraus, dass diese Situation wohl doch etwas dramatischer war, als wir es uns vorstellten.
Es war wirklich ein Pferd in einem Pferdetransportanhänger, welches vorne durch die Anhängerwand sowie durch den Fußboden durchgebrochen und dabei eingeklemmt war. Da das Pferd durch die Schmerzen und ungewohnte Situation sehr nervös war, war es für alle Einsatzkräfte sehr schwer sich dem Pferd zu nähern.
Zunächst musste also eine Tierazt zur Einsatzstelle angefordert werden, der das Tier ruhig und schmerzfrei stellen konnte, so dass wir mit der Befreiungsaktion beginnen konnten. Nun wurde der Technische Dienst der Berliner Feuerwehr mit der Rüstgruppe und eine Tierärztin aus der Pferdeklinik Seeburg alarmiert. Nach kurzer Zeit konnte das Pferd nun professionell versorgt werden und später mittels Feuerwehrkran auf einen LKW verladen werden.
Die Ärztin und zwei Feuerwehrmänner begleiteten die Fahrt auf dem LKW bis zur Pferdeklinik in Seeburg, wo das Pferd wieder mittels des Krans abgeladen werden musste. Jetzt konnte das Pferd an das Team der Pferdeklinik Seeburg übergeben werden.
Einsatzfotos: Stefan Rasch
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