| Der Hinweis auf dem Einsatzzettel, dass es sich um einen Brand im Dach einer Doppelhaushälfte handeln soll, konnte beim Eintreffen an der Einsatzadresse nicht von außen sofort bestätigt werden. Die Hausbewohner berichteten, dass in dem ausgebauten Spitzdach wohl ein Fernseher brennen würde. Der Staffelführer konnte beim Erkunden feststellen, dass der Raum im 1.OG, aus dem die Treppe in das Spitzdach führt, bereits stark verqualmt war. Nachdem die Anweisungen zum Aufbau des ersten Rohrs erteilt wurden, stand innerhalb kürzester Zeit der A-Trupp mit Wasser am 1.Rohr im 1.OG bereit und konnte in das Spitzdach vorgehen. Der A-Trupp des LHF 02 holte sich das Rettungsset von der DLK 3200 und stand als Sicherheitstrupp bereit. Während die A-Trupps ohne Verzögerungen und pfeilschnell ihre Arbeiten durchgeführt haben, hatte der Wassertrupp mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. Wie in der Fachingerstraße nicht ungewöhnlich, sind auf dem unbefestigten Seitenstreifen Hydranten teilweise schwer zu identifizieren. Die Besonderheit unserer Einsatzstelle war ein um 20 m vom Hydrantenschild abweichend platzierter Unterflurhydrant. Die Verzögerungen durch das Suchen und den aufwendigen Aufbau der 60 m Wasserversorgung wurde durch eine sofort verlegte Einspeiseleitung vom LHF 02 zum 01 ausgeglichen. Im Nachhinein hat der Wasservorrat unseres LHF 01 vollkommen gereicht, da unser A-Trupp sehr umsichtig vorgegangen ist und in dem vollständig verqualmten Raum erst bei eindeutiger Identifikation des Brandherds die brennenden Einrichtungsgegenstände ohne große Begleitschäden gelöscht hat. Eine weitere Schwierigkeit war die Entrauchung des bis auf Nullsicht verrauchten Spitzbodens. Es standen nur zwei Dachfensterluken zur Verfügung, die mit Unterstützung des zweiten A-Trupps gefunden und geöffnet werden konnten. Nachdem mit unserem Drucklüfter das Dachgeschoß vollkommen rauchfrei gemacht und die heißen Gase unter dem Dachfirst gekühlt wurden, konnten wir alle Gerätschaften zurücknehmen. Auch hier verabschiedeten wir uns mit dem eindringlichen Hinweis an die Hausbewohner ihre Immobilie mit Rauchmeldern auszustatten. Ob die beiden in dem bereits stark verqualmten Brandzimmer nur durch Zufall aufgewachten Personen ein weiteres Mal dieses Glück haben ist sehr fraglich. Es kann mit Stolz festgestellt werden, dass wieder einmal schnelles und umsichtiges Eingreifen unseres Teams Schlimmeres verhindert hat. |