| Wie in jedem Jahr wurden aufgrund des zu erwartenden hohen Alarmaufkommens in der Silvesternacht unsere Fahrzeuge fest besetzt. Die Berliner Feuerwehr hat dazu am 31.12.2007 den geplanten Ausnahmezustand Silvester um 19 Uhr ausgerufen. In diesem Jahr haben sich fast alle Mitglieder unserer Wehr gemeldet, so dass wir mit insgesamt 28 Kameraden(dinnen) zwei LHF, ein LF-Z, unser TLF und den First-Responder besetzten sowie den Rettungswagen der BF mit einem zusätzlichen Besatzungsmitglied unterstützten konnten. Einsätze des LHF I Wir wurden um 19:34 Uhr zu einem brennenden Mülleimer an der Bushaltestelle Heerstraße / Sandstraße in Staaken gerufen. Mit einer Kübelspritze, d.h. ca. 10 Liter Wasser konnte der Schwelbrand schnell und professionell gelöscht werden. Bei der zweiten Alarmierung wurden wir um 22:49 Uhr zum Feuer-Klein-Freigelände zur Sandstraße / Obstallee in Staaken alarmiert. Durch vermutlich Feuerwerkskörper stand ein Altkleidercontainer in Flammen. Mit einem Motortrennschleifer wurde die Entladeklappe geöffnet und die brennende Kleidersammlung mit einem C-Schnellangriff gelöscht. Gegen 00:45 wurden wir zusammen mit unserem LF-Z zu einem Wohnungsbrand in den Pillnitzer Weg 17 gerufen. Die Anfahrt gestaltete sich zunächst nicht so einfach, da in der selben Straße schon ein Einsatzstelle der Kollegen der FW Spandau-Süd befand. Nach dem Eintreffen und der Erkundung stellte sich heraus, dass die Alarmierung vermutlich böswillig war. Das LF-Z fuhr wieder zu unserer Feuerwache, wir wurden an der benachbarten Einsatzstelle am Pillnitzer Weg 18 bei einem Wohnungsbrand zunächst als Atemschutzreserve eingesetzt. Anschl. wurde von uns ein Trupp unter Atemschutz für Löscharbeiten im 2. OG angefordert. Nach ca. einer Stunde wurde unsere Unterstützung nicht mehr benötigt und wir meldeten uns einsatzbereit. Auf der Heimfahrt wurde dann eine Verletzte Person nach Körperverletzung vorgefunden. Durch uns wurde ein RTW angefordert und nach Sichtung des Pat. diesen an einen Sanitäter, der mit seiner Ausrüstung vorbei kam übergeben. Unsere Heimfahrt setzten wir fort und wir bekamen einen neuen Einsatzauftrag zusammen mit einem LHF der FF Suarez, Feuer-Balkon, Obstallee 24 in Staaken. Da die Einsatzstelle nicht weit entfernt war, trafen wir auch zügig ein, wir mussten aber feststellen, dass es sich um eine Doppelbeschickung handelte, denn die Einsatzstelle war identisch mit der Einsatzstelle des benachbarten Hauses, wo die Kam. der FF Gatow und Kladow schon einen brennenden Balkon im 3. OG löschten. Gegen 02.30 waren wir dann wieder zurück bei uns auf der Feuerwache. Als das LHF II in der Silvesternacht zu einem Feuer in der Bergstraße gerufen wurden, konnten wir schon auf dem Einsatzzettel entnehmen, dass es sich dort um einen Baum handeln soll. Der Baum war von innen hohl und hatte durch einen Feuerwerkskörper Feuer gefangen. Da der Baum oben und unten am Stamm ein Loch hatte, konnten wir erst von unten und dann von oben mit einem CM-Strahlrohr löschen. Leider war der Baum von innen so verwinkelt, dass wir erst nach vielen Löschversuchen das Feuer löschen konnten. Bei einem weiteren Einsatz des LHF II handelte es sich um mehrere brennende Müllcontainer in einem Müllhaus. Durch die starke Verqualmung des Müllhaus, hat sich der Wassertrupp mit PA ausgerüstet. Der Wassertrupp konnte so die brennenden Müllcontainer aus dem Müllhaus ziehen und dem Angriffstrupp zum Nachlöschen übergeben. Die Einsatzstelle war schnell unter Kontrolle, aber die Arbeit der Feuerwehr wurde durch Schaulustige stark behindert. Der erste Alarm des LF-Z gab uns gleich Gelegenheit das für diese Nacht verlastete Hochdrucklöschgerät auszuprobieren. Ein 1,5 qm Altpapiercontainer, in voller Ausdehnung, wurde mit knapp 100 Ltr. Wasser vollständig gelöscht; das Hochdrucklöschgerät hat sich voll bewährt. Beim nächsten erwähnenswerten Einsatz musste unser Wassertrupp keine Wasserversorgung quer über „Am Kiesteich“ und von der Vorbaupumpe an die Steigleitungseinspeisung aufbauen. Der Fahrzeugführer konnte die auf einem Balkon im sechsten OG noch qualmenden Einrichtungsgegenstände alleine mit Hilfe von Küchenbehältnissen ablöschen. Ein weiterer brennender Balkon richtete größeren Schaden an. Nachdem wir an der gemeldeten Adresse nichts vorfinden konnten, wurde unser A-Trupp als Sicherheitstrupp für die Kameraden der BF Spandau - Nord bei einem Feuer Balkon im 8. OG in der Westerwaldstraße eingesetzt. Unser W-Trupp hat unter PA über die DLK 3100 die Wohnungen in zwei Etagen über der Brandwohnung kontrolliert . |