| Aus zunächst unbekannter Ursache ereignete sich eine Explosion in einer Wohnung im 1. OG eines viergeschossigen Altbauwohnblocks. Unsere Alarmierung erfolgte aufgrund der Erhöhung der Alarmstufe auf Menschenrettung der auf Feuer 2-Staffeln erstalarmierten Kräfte von 3100. Bei unserem Eintreffen an der Einsatzstelle gab es noch keinen vollständigen Zugang zu der Explosionswohnung. Von unseren beiden LHF konnten sofort zwei ausgerüstete sowie weitere Trupps für Unterstützungsaufgaben bereitgestellt werden. Zuerst erhielt unser 1. Trupp den Einsatzauftrag mit einem C-Rohr über Steckleiter in die Schadenswohnung vorzugehen und einen nicht mehr erreichbaren Trupp von 3200 zu suchen. Zum Glück meldete sich der Trupp von 3200 wieder gerade als wir über die Leiter vorgehen wollten. Der nächste Auftrag lautete dann den verschlossenen Dachboden zu kontrollieren. Mit roter Kiste und Feuerwehrmannsaxt ausgerüstet begann dann der mühsame Weg durch das mit einem Schlauchwirrwarr versehene verqualmte Treppenhaus. Durch die offene Tür der über der Brandwohnung gelegenen Wohnung konnte man Flammenschein in der Scheibe eines Schranks im Flur erkennen. Der 1. Trupp stellte fest, dass es sich hier um einen von mehreren Durchbränden in das 2. OG handelte. Nachdem der in der Brandwohnung löschende Trupp informiert wurde und das gerade durch das Treppenhaus zweite verlegte C-Rohr auf den Durchbrand angesetzt wurde, konnte der Trupp seinem eigentlichen Auftrag weiter nachgehen. Die Tür zum Dachboden stellte kein wirkliches Hindernis dar; nach Hochbiegen des Schlossblechs konnte mit der Kreuzbergerklaue der Schließzylinder herausgebrochen und die Tür mit einem Baustellenschlüssel geöffnet werden. Auf dem stark verqualmten Dachboden wurde eine Querbelüftung hergestellt. Danach wurde unser zweiter Trupp in der Wohnung über der Brandwohnung beim bekämpfen der Durchbrände unterstützt. Hierzu musste umfangreich Teppich beseitigt und mit der Kettensäge Fußbodendielen aufgenommen werden. Die insgesamt acht von unserem Zugführer ins Spiel gebrachten Trupps von 3110 haben dann in der Brandwohnung u.a. eine stark beschädigte Wand abgetragen und weitere Aufräumarbeiten vorgenommen. Auch an dieser Einsatzstelle wurde von der Einsatzleitung unsere Personalstärke und unsere koordinierte Vorgehensweise lobend erwähnt. Die Jugendfeuerwehr, hier in Person von Anne, hat ihren Anteil an der guten Koordination beigetragen, sie unterstützte vorbildlich unseren Maschinisten vom LHF-01 bei der umfangreichen Atemschutzüberwachung. Einen Tag später stellte sich der Wohnungsinhaber der Polizei und gestand durch Manipulationen am Gasherd die Explosion verursacht zu haben. Bei dem vorgefundenen Schadensausmaß ist es verwunderlich, dass es „nur“ drei leicht verletzte Personen gab (siehe auch Bilder in Bildergalerie / Einsätze). |