| Am 29.05..2007 gab der Deutsche Wetterdienst erneut eine Wetterwarnung für die Region Berlin / Brandenburg heraus. Und wirklich zog am Nachmittag, ein Tiefausläufer von Süd nach Nord über Berlin. Auf dem Niederschlagsradar, welches mehrere Kameraden im Internet tagsüber verfolgten, war aber nur ein kleines Regenband zu sehen. Doch nach dem von Unwettern geprägten Pfingstwochenende brachte dieses Tief das Fass zum Überlaufen, vielmehr eine Laubenkolonie. Gegen 16:45 Uhr wurden wir in die Kolonie Wanseeaten in Hakenfelde zum Wasserschaden alarmiert. Nach ca. 20 Minuten trafen wir an der Einsatzstelle ein und unser Fahrzeugführer verschaffte sich erst einmal einen Überblick. Er meldete sich dann, über Florentine; „sucht schon mal die Watstiefel raus und eure weiteren Termine für heute fallen wohl ins Wasser". In der Gartenkolonie stand auf ca. 2.000 m² das Wasser 20 – 40 cm hoch in den Gartenhäuschen und auf den Wegen. Betroffen waren etwa 35 Lauben. Die Eigentümer berichteten uns, dass Sie schon seit zwei Stunden versuchen dem Hochwasser Herr zu werden aber es nicht alleine schaffen. Wir stellten zunächst unsere Tauchpumpe auf und legten acht B – Längen in Richtung Havel, Wasser marsch. Anschließend suchten wir nach einer Möglichkeit mit unserem LHF näher an die „Fluten“ zu kommen, um eine Saugleitung aufzubauen. Nachdem der Maschinist ein Wendemanöver auf einer Briefmarke gemeistert hatte, dank der tatkräftigen Unterstützung durch unseren Supervisor, stehende Ovationen vom Publikum bekommen hatte, war der Aufbau der Saugleitung und das Ansaugen auch kein Thema mehr. Jetzt war genau die richtige Zeit gekommen, die uns gereichte Verpflegung (Nudeln mit Soße) zu uns zunehmen. - Danke, war sehr Lecker!!! Nach der Stärkung reihten auch wir uns in die Besenreihe der „Laubenpiper“ ein , um einen ausreichenden Wasserpegel an den Pumpen zu gewährleisten und die Häuschen vom Wasser zu befreien. Von Zeit zu Zeit mussten wir unsere Pumpen von Laub befreien aber größere Probleme gab es nicht. Der Wasserspiegel sank. Ein Betroffener zeigte uns in seinem Garten eine noch tiefere Stelle, die für die Saugleitung ideal war, nur uns fehlten ca. drei Längen Saugleitung. Zwischenzeitlich meldete sich der angrenzende Bootsverein bei uns, mit der Bitte, bei ihnen auch zu lenzen. Jetzt brauchen wir auch Verstärkung und holten unser LF – TS 2. Noch eine Saugleitung aufgebaut und die erste Saugleitung verlängert. Nach mehr als sechs Stunden war es geschafft, jetzt nur noch „schnell“ die beiden Saugleitungen abbauen, die 12 B – Schläuche (je 20m) und die zwei B – Fühler (je 5m) aufrollen und das Stromaggregat verladen. |