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Am Samstag den 02.12.06 waren wir zu Gast in der Feuerwehrübungsanlage am U – Bahnhof Jungfernheide, die von der BVG betrieben wird. Ziel der geplanten Übung war es, gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr aus Kladow, unter realistischen Bedingungen einen U – Bahnbrand im Tunnel zu trainieren.
Zu diesem Zweck wurde die ca. 90 Meter lange „Rauchkammer“, in der vier U – Bahnwagen stehen, komplett verraucht. Es wurde festgelegt, dass wir nur durch einen Notausgang, von einer Seite an den Zug herankommen.
Wir erhielten als Vorgabe von der „Leitstelle“ das Alarmierungsstichwort Feuer U – Bahn.
Nach Eintreffen der Einsatzkräfte am Notausgang der Übungsanlage wurde eine Wasserversorgung zum LHF 3110/01 aufgebaut und der Erste A -Trupp von LHF – B 3110/01 stieg unter BG durch den Noteingang in den stark verrauchten Tunnel herab, um die „Kurzschließer“ zu setzten und mit der Brandbekämpfung zu beginnen.
Der A –Trupp meldete über Funk an die Einsatzleitung, dass sich noch Personen im Zug befinden, die durch lautes Schreien und Klopfen auf sich aufmerksam gemacht haben. Die Einsatzleitung lies daraufhin weitere Trupps ausrüsten und schickte erst einmal den Sicherungstrupp zur Menschenrettung in den Tunnel. Dieser Trupp (A – Trupp von LHF - B 3110/02) ging mit Fluchthauben, Gürtelanschlussstück und einem Steckleiterteil zur Personensuche vor. Im zweiten Waggon fand der Trupp 13 Personen vor, von denen bis auf zwei, alle zu Fuß den Tunnel verlassen konnten.
Der A – Trupp vom LHF - B 3110/02 übergab die zwei schwerverletzten Personen an einen weiteren Rettungstrupp und brachte, die Personen die den Zug ohne fremde Hilfe verlassen konnten, aus dem Gefahrenbereich ins Freie, auch eine in Panik geratene Person konnte mit festen Griff und beruhigenden Worten zum verlassen des Tunnels bewegt werden.
Nachdem zwei weitere A - Trupps (LF – Z 3110/01 und LF – Z 3220) mit Schaufeltrage und Fluchthauben bei den Schwerverletzen eingetroffen waren, wurden auch diese evakuiert. Der A – Trupp von LHF - B 3110/02 wurde nach erfolgreicher Evakuierung der ersten aufgefundenen Personen zur Ablösung des Brandbekämpfungstrupps gerufen, während der Kontrolle des bereits erfolgreich gelöschten Brandherdes, bemerkte der Trupp weitere Personen im hinteren Teil des Zuges. Der A – Trupp fand drei weitere Personen mit schweren Verletzungen vor, und bemerkte einen Schwelbrand. Leider war es dem Trupp nicht möglich über Funk weitere Kräfte zu alarmieren (Funkschatten), sodass der Truppführerer erst einige Meter Richtung Notausgang gehen musste um weitere Kräfte über Funk anfordern zu können. Mit den neuen Kräften wurden die restlichen Personen evakuiert und parallel dazu eine zweite C – Leitung zur Bekämpfung des Schwellbrandes aufgebaut (LF – Z 3220) . Nach erfolgreichem Ablöschen des Schwelbrandes wurde die Übung durch unseren Übungsleiter für beendet erklärt.
Fazit: - Aufgrund der stark eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten der eingesetzten Trupps mit der Einsatzleitung kam es zu Verzögerungen im Einsatzablauf. - Der Tunnelfunk muss so schnell wie möglich eingeschaltet werden.
- Auf eine gut sichtbare Markierung der bereits durchsuchten Waggongs ist zu achten. Bindestränge an Türen oder Einstiegshilfen sind eine gute Alternative zur Kreide.
- Die Mitnahme von A – Steckleiterteilen zur Evakuierung hat sich bewehrt und gehört zu einem unverzichtbaren Ausrüstungsgegenstand für die ersten Trupps. - Wenn die Möglichkeit besteht sollten sperrige Einsatzmittel an Feuerwehrleinen herabgelassen werden.
- Der Versuch verletzte Personen mit unter zu Hilfename von Schaufeltragen zu Retten, hat sich nicht bewährt, die Verwendung von Schleifkorbtragen und Bergetüchern ist hier vorzuziehen.
Trotz der geschilderten Probleme, kann von einer gelungenen Übung gesprochen werden, bei der wir alle wieder etwas dazugelernt haben, um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein. Besonderen Dank gilt den Sicherheitsmanagern der BVG für ihre tatkräftige Unterstützung und Mitwirken als Opfer, bei der Übung, auch den anderen Opfern ein besonderen Dank. Kay sei auch ein „Bienchen“ für die Organisation der Übung ausgesprochen.
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