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Wir waren erstaunt, aber natürlich auch sehr erfreut, dass wir von der ersten Tour aus Spandau - Nord gefragt wurden, ob wir nicht zusammen mit ihnen eine heiße Übung in Fighting City machen wollten. Die Schilderungen unserer heißen Übungen und Brandgewöhnungstrainings in den Kellern von Fighting City haben wohl bei einigen Kameraden aus der ersten Tour die Erkenntnis reifen lassen, dass dieses stressfreie „Erleben" und „Ausprobieren" eines realen Feuers auch erfahrene Feuerfresser noch weiterbringen kann.
Selbstverständlich haben wir die Anregung zu einer gemeinsamen Übung sofort aufgenommen und in Abstimmung mit der Wachleitung von 3100 und dem Zugführer Jochen Hefke die notwendige und umfangreiche Organisation begonnen. Neben dem Finden eines passenden Termins; Dienst der ersten Tour an einem Wochenende, an dem Wilde ja nur solche Aktionen starten können, Abgleich der Erwartungshaltung der BF an die Übung mit unseren Vorstellungen der einzelnen Übungsbausteine, bis hin zur Terminabsprache mit der Polizeiverwaltung der Übungsstadt und der Organisation der Übungs-BGs und Flaschen gab es einiges zu berücksichtigen. Weiterhin hatten wir die Idee in einem vollständig eingerichteten Zimmer die Suche nach Vermissten vorzunehmen, so dass die Beschaffung einer kompletten Wohnzimmereinrichtung (hier ein herzlicher Dank an den Märkischen Polstermarkt für seine unkomplizierte und umfangreiche Unterstützung) sowie das Aufstellen der Möbel im Brandhaus ein weiterer Organisationsbestandteil war; das Zimmer wurde dann von uns im Rahmen einer weiteren Übung noch „weiterverwendet". Am Übungssonntag hatten wir uns dann mit den Kameraden der ersten Tour um 9:00 Uhr in Ruhleben getroffen. Nach gemeinsamer Begehung des Übungsobjekts und Einweisung in dessen besondere Gefahren, warteten die Mannschaften vom LHF-A 3100, LHF-B 3100, DLK 3100, LHF 3110 / 01 und LHF 3110 / 02 auf ihren Einsatz. Die Alarmierung der ersten BF / FF gemischten Staffel (LHF-A 3100, DLK-3100 und LHF 3110 / 01) lies allerdings etwas auf sich warten, da unser bei Übungen bisher immer sehr zuverlässig zündelnder Rainer an diesem regnerischen, frühen Sonntagmorgen den im Keller vorbereiteten Palettenstapel nicht ans Brennen bekam. Der ausgiebig verteilte Sprit war weder mit herkömmlichen, noch mit Magnesiumsignalfackeln zu entzünden.
Erst die Kombination eines schnell aus einer Weinflasche und einer RTW-Decke improvisierten Molotowcocktails und einem zusätzlichen Liter Sprit entwickelten eine überzeugende Brandwirkung. Nach einer ersten Erkundung erhöhte der Zugführer Jochen Hefke auf 4 Staffeln, so dass dann die LHF-B 3100 und LHF 3110 / 02 noch nachrückten. Der A-Trupp von 3100 ging dann zur Brandbekämpfung in den Keller vor, 3110 stellte den Sicherheitstrupp und der ganze weitere notwendige Mechanismus eines Löschangriffs wurde abgespult. Zusätzliche Trupps gingen zur Vermisstensuche in das Zimmer im 1.OG vor und die DL führte mit einem Trupp von 3110 eine Menschenrettung aus dem 2.OG des Nachbarhauses durch. Hierbei wurde dann von Johannes der Drehleiternotbetrieb angeordnet, so dass auch die DL-Besatzung an diesem regnerischen Sonntagvormittag nicht in Gefahr kam eventuell frieren zu müssen. Alternativ musste somit die Menschenrettung über Steck- und Schiebleitern vorgenommen werden Zusätzliche Rauchentwicklung aus dem Keller des Nachbargebäudes hat dann noch weitere Trupps gebunden, entpuppte sich aber als eine, wohl aus Wüstenfeldzügen übriggebliebene, Rauchbombe. Der sich prächtig entwickelnde Kellerbrand sorgte für die dort eingesetzten weiteren Trupps im Rahmen der Wärmegewöhnung auch für schweißtreibende Aktivitäten. Für die Führungskräfte gab es kein Verschnaufen, unten im Keller ereignete sich auch noch ein Atemschutznotfall, auf den reagiert werden musste. Der für die Kollegenrettung in den, jetzt bullig heißen Keller, geschickte Sicherheitstrupp, und ein weiterer Unterstützungstrupp, machten einen sehr guten Job, indem sie den verunfallten Kameraden (es wurde eine Beinverletzung vorgegeben) vorbildlich in der Schleifkorbtrage aus dem sehr engen, dunklen und heißen Keller retteten. Nachdem alle Szenarien ordentlich bedient wurden und das ganze Geraffel wieder auf den Fahrzeugen verstaut war, konnte sich die Mannschaft an den wohlweislich bestellten warmen und kalten Getränken (Johannes sei Dank) wieder stärken. Insgesamt kann aus dieser Übung ein absolut positives Resümee gezogen werden; die schon in vielen Einsätzen praktizierte gute Zusammenarbeit von 3100 und 3110 wurde mal wieder unter Beweis gestellt. Trotzdem können alle Beteiligte wichtige Erkenntnisse mit nach Hause und eventuell auch wieder mit zum einen oder anderen Alarm nehmen: - Die Lungenautomaten müssen unbedingt fest an die Maske geschraubt werden; insbesondere die der alten Geräte
- Dringt während des Einsatzes Rauch in die Maske, kann die Überprüfung des korrekten Sitzes des Lungenautomaten an der Maske sehr schnell das Problem beseitigen (hierfür muss man sich aber jederzeit und immer über die richtige Drehrichtung des Gewindes im Klaren sein, hängt der Lungenautomat nur noch auf einem halben Gewindegang, hat man, bei falscher Drehrichtung, den Rüssel vollständig im Qualm!!!!)
- Zur Rettung mit der Schleifkorbtrage aus widriger Umgebung sind mindestens zwei Trupps notwendig, besser eventuell drei Trupps
- Zusätzlich zur Rettung, muss ein weiterer Trupp unverzüglich die Brandbekämpfung des ausgefallenen Trupps übernehmen
Der gesamten Mannschaft aus Staaken hat diese Übung sehr viel Spaß gemacht, wir würden uns über eine Fortsetzung gemeinsamer Übungen in lockerer Folge freuen. (Nach den Aussagen, des Sicherheitsingenieurs vom TÜV, der die Übung beobachtet hatte, können vergleichbare Übungen, mit dem von uns praktizierten Sicherheitsstandard, zukünftig durchgeführt werden) Weitere Bilder siehe Bildergalerie / Übungen / FC mit 3100
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