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Am 28.10. war es soweit, mit unseren beiden LHFs und beiden LFs machten wir uns am frühen Samstagmorgen auf den Weg nach Leegebruch. Dort wurden wir von den Kameraden (innen) der FF für eine gemeinsamme Übung bereits erwartet.
Geplant war der Aufbau einer Wassergasse, eine taktische Vorgehensweise von der wir wussten, dass es sie wohl gibt, was sich aber genaueres dahinter verbirgt, waren wir ganz gespannt an diesem Tag zu erfahren. Klaus, als erfahrener Feuerfresser, hat uns vorab in die Grundlagen der Taktik und mögliche Anwendungsfälle eingewiesen; sie dient i.d.R. dazu, die Ausbreitung von großen Bränden, insbesondere von Wald- und Flächenbränden zu verhindern. Sie zeichnet sich durch einen hohen Material-, Personen- und Löschmitteleinsatz aus. Anschaulich hat er den grundsätzlichen Aufbau an der Tafel dargestellt, so z.B. dass für den kompletten Aufbau einer normal dimensionierten Wassergasse 6 Löschfahrzeuge und somit 6 Gruppen notwendig sind. Mit diesem Aufwand an Personal und Material können dann aber auch, auf einer Strecke von ca. 230m, 4.800 Liter Wasser je Minute abgegeben werden. Bei einer Wassergasse gehen von jedem benutzten Verteiler jeweils zwei C- und eine B-Leitung ab. Zu beachten ist dabei das die C-Leitung am 1. Abgang aus einem Schlauch besteht, die am 2. Abgang jedoch aus zweien. Damit ist eine lückenlose Abdeckung der Front möglich. Die weiterhin abgehende B-Leitung geht zum nächsten Verteiler. Dieses System ist theoretisch unbegrenzt erweiterbar, jedoch ist auf eine ausreichend zur Verfügung stehende Wassermenge zu achten. Ebenso sollte die genutzte Pumpleistung dafür Sorge tragen, dass an allen Strahlrohren genügend Wasserdruck anliegt. Abweichend zu der oben beschriebenen Vorgehensweise, kann bei truppweisem Vorgehen auch von dem zweiten zu einer Löschgruppe gehörenden Verteiler eine C-Leitung mit einem B-Strahlrohr mit Mundstück (400 Ltr./ Min) abgehen somit kann an jedem der dann nur drei statt vier Rohre ein Trupp stehen (vgl. Schema). Da wir zu dieser Übung aber die notwendigen Ressourcen für eine komplette Wassergasse über die gesamten 230 m Länge nicht zusammenbekommen haben, beschränkten wir uns auf den Aufbau mit vier Löschgruppen, d.h. erste bis vierte Gruppe, so dass wir dann in Summe 12 C-Leitungen vornehmen konnten. Zur Tat schritten wir an einem ehemaligen Kiesteich in der Nähe von Leegebruch. Es wurden unsere beiden LFs mit ihren Vorbaupumpen zum Fördern der benötigten Wassermenge und unsere beiden LHFs als die beiden Verstärkerpumpen eingesetzt.  Der Aufbau der Schlauchleitungen, sowohl die vier B-Leitungen (ca. über 150 m) von den beiden Wasserfördernden LFs zu den Verstärkerpumpen, als auch die Leitungen von den Verstärkerpumpen zu den Rohren verlief relativ schnell und unkompliziert (sorry Schmidti, dass eure Verteiler von uns benutzt wurden ;-) Alle vier Pumpen versorgten die 12 Rohre mit 8 bar, und bis auf einen Schlauchplatzer in einer der Verstärkerpumpenversorgungsleitungen hat auch die Technik sehr gut funktioniert. Beim Abbau des ganzen Schlauchgemenges hat jeder mit angepackt, so dass innerhalb kürzester Zeit alle Gerätschaften auf den Fahrzeugen verstaut waren. Das von der Staakener Ausrüstung vermisste Strahlrohr und der Verteiler haben sich nach der Rückkehr auf der Leegebrucher Wache auch wieder angefunden. Zum Abschluss dieser erfolgreichen Übung wurden wir dann von den Leegebrucher Kameraden mit einer leckeren Erbsensuppe mit Bockwurst und Getränken versorgt. Hier noch einmal riesigen Dank an alle Leegebrucher, wir gehen mal davon aus; Fortsetzung folgt. Siehe auch Bildergalerie / FF - Übungen / Wassergasse Leegebruch |