Schon seit längerem war die Besichtigung des Fort Hahneberg geplant; zu unserer zweiten Juli – Übung hatte Lutz einen Termin mit der ASG Fort Hahneberg organisiert. Das Fort, welches zu unserem Ausrückebereich gehört, ist sowohl von seiner Konstruktion, als auch von seiner Umgebung eine Anlage, welche in einem Notfall gewisse Ortskenntnis voraussetzt. Zum Auftakt wurden wir vom 2. Vorsitzenden der ASG Fort Hahneberg in die Geschichte des 1886 fertiggestellten Forts eingeweiht (für weitere Infos über dieses äußerst interessante Bauwerk und dessen Geschichte ist folgende Seite zu empfehlen http://www.forthahneberg.de ).
Bei der dann folgenden Führung, durch die zum großen Teil unterirdische Anlage (die oberirdisch erbaute Anlage wurde nach Fertigstellung mit teilweise meterdicken Sandschichten überdeckt), wurden dann die Schwierigkeiten bei einem möglichen Einsatz deutlich: - Das gesamte Gelände ist von einem hohen Zaun umgeben
- Es gibt nur eine Zufahrt vom Hahnebergweg aus, für die wir noch keinen Schlüssel auf den Fahrzeugen haben
- Sowohl mit unseren Löschfahrzeugen, als auch mit den RTW’s können wir nur bis vor das Hauptgebäude fahren; eine Umfahrung der Anlage auf dem Gelände ist nicht möglich
- Wir gelangen mit unseren Fahrzeugen auch nicht in den Innenbereich der Anlage
- In den Innenbereich der Anlage, in dem z.B. einige Veranstaltungen stattfinden, gelangt man nur durch den Zentralgang vom Hauptgebäude aus
- Alle Aktivitäten von uns, d.h. Rettungsdienst oder feuerwehrtechnische Maßnahmen sind mit langen, sandigen und teilweise unbefestigten Wegen, über steile und enge Treppen verbunden
- Es gibt keine Wasserversorgung auf dem Gelände; die nächsten Entnahmestellen von der Zufahrt aus sind ein Brunnen auf dem Hahnebergweg (ca. 500m entfernt) oder Hydranten an der Heerstraße (ca. 600 bis 1.000m entfernt)
- Sollte ein Eingreifen auf der Westseite der Anlage (der dem Eingang gegenüberliegenden und am weitesten entfernten Seite) notwendig werden, kann der Zugang von „Am Fort“ oder vom „Siedlungsweg“ sinnvoll sein; hierbei müssten dann aber die Zaunanlagen überwunden werden
Von den aus Ziegelsteinen errichteten Gebäuden ist so gut wie keine Brandlast zu erwarten, bei Feuer wird es sich um Gras- oder Waldbrände handeln. Bei der teilweisen Umfahrung des Geländes über Heerstraße, Buschower Weg, Am Fort, Querweg und Siedlungsweg wurden die üblichen Behinderungen durch schmale, enge und durch PKW extrem zugeparkte Wege deutlich. Weiterhin konnten wir feststellen, dass die Hydranten durch die unbefestigten Sandwege i.d.R. vergraben sind. Der testweise im Siedlungsweg in Betrieb genommene 80’er Unterflurhydrant gab so gut wie kein Wasser ab; in dem gesamten Gebiet ist mit extrem schlechter Wasserversorgung zu rechnen; ist bei einem Einsatz mit nachhaltiger Brandbekämpfung zu rechnen, sollte rechtzeitig auf schlechte Wasserversorgung nachalarmiert werden !!! |